Diana Gabaldon (1991)
Feuer und Stein
Outlander
Aus dem Klappentext:
"Man schreibt das Jahr 1946. Claire Beauchamp Randall […] verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in Schottland.
Schon bald zieht ein […] Steinkreis […] Claire in seinen Bann - eigentlich ganz untypisch für die patente und sehr rational eingestellte junge Frau.
Als sie eines Tages nichtsahnend einen der Steine berührt, verliert sie das Bewußtsein - und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahre des Herrn 1743."
Im ersten Band ihrer
Highland-Saga schildert Diana Gabaldon, wie Claire mit der ganzen Härte der damaligen Zeit UND einer großen Liebe konfrontiert wird.
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Ein schwierig einzuordnendes Buch, denn Gabaldon streift den Bereich der Fantasy (die Zeitreise), hat aber mit
Feuer und Stein in erster Linie einen historischen Roman geschrieben. Feen, Hexen und Drachen werden nur erwähnt und greifen nicht in die Handlung ein.
Das ist auch gut so. Und auch die Zeitreise rundet die Glaubwürdigkeit der Protagonistin ab: Viele Dinge, die die Claire erlebt und erzählt, wären ohne 'modernes' Wissen einfach nicht zu erklären.
Der hauptsächliche Kritikpunkt ist (jedenfalls aus meiner Sicht) die extreme Konzentration auf Sex und Brutalität. Beides nichts grundsätzlich Böses, doch hätte ein Mann manche Szenen so geschildert, wie es die Autorin tat, würde man ihm sicherlich zumindest(!) Sexismus vorwerfen.
Ausserdem kommt die Geschichte über viele Seiten hinweg nicht voran, sondern ergeht sich in ellenlangen Beschreibungen und Erzählungen und Alltäglichem. (Zu vergleichen etwa mit Stephen Kings Romanen vom
dunklen Turm.)
Und Gabaldons Erzählkunst schwankt (zumindest in den ersten Kapiteln) mehrmals zwischen handwerklich guter Literatur und billigem Heftromanstil.
Wäre mir
Feuer und Stein nicht von meiner Freundin besonders ans Herz gelegt worden, hätte ich den Roman wahrscheinlich bereits auf
Seite 52 aufgegeben und online versteigert.
Zum Glück hab ich's nicht getan, denn das Buch gehört nicht mir, haha. Da hätte ich ERSTENS Ärger bekommen und ZWEITENS einen teilweise(!!) wirklich hervorragenden Roman verschleudert.