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Bereits am ersten Arbeitstag wird Andrew Norris, dem neuen Musiklehrer, klar, dass es auf der Abraham Lincoln Highschool die Schüler sind, die die Regeln festlegen.
Die Klasse von 1984 erzählt die Geschichte eines netten Lehrers, der im Einzelkampf gegen eine gefährliche Jugendgang seine Prinzipien opfert. Welcher literarischen Gattung dieser Film wohl angehört? Vielleicht ja dem Milieustück?
In den Hauptrollen: Perry King, Roddy McDowall, Timothy Van Patten, Erin Noble, Merrie Lynn Ross und Michael J. Fox.
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Die Botschaft dieses Films ist ein ziemlicher Kopfkratzer. Auch die anschließende Lektüre eines in Christian Büttners "Video-Horror. Schule und Gewalt (Beltz Verlag, 1990) abgedruckten Transkripts zur Pädagogen-Diskussionsrunde über Die Klasse von 1984 hilft nicht weiter.
Einerseits kommen nämlich jede Menge Charaktere unterschiedlicher Altersstufen und beider Geschlechter ‘zu Wort’; allein dieser Fakt garantiert bereits für eine größere Zielgruppe. Andererseits zerstört spätestens das abrupte Filmende die Hoffnungen aller Zielgruppen auf eine gewaltfreie, befriedigende Lösung. – Dieser Film kennt nur Verlierer:
Gleich zwei ‘liebe’ Lehrer drehen durch, weil sie nicht aufgeben wollen und durch den ständigen Druck von allen Seiten aufgerieben werden. Aussage hier: Engagier dich nicht zu sehr! Du fährst besser, wenn du unauffälig bleibst bzw. dich in deinem Büro verschanzt.
Jugendbanden-Mitglieder hingegen sind richtig böse und nicht nur ein bißchen. Sie mögen vielleicht besser Klavier spielen können als Mozart, aber dennoch sind sie Teufel. Lehrstoff kann man denen nur mit vorgehaltener Waffe vermitteln. Wer so wird wie diese Kerle und Tussen, weiß nie, wann Schluss ist und fällt diesem Unwissen letztendlich zum Opfer.
Eltern sind kurzsichtig, wenn es um die Freizeitaktivitäten ihres Nachwuchses geht. »Wie bitte, meine Sohn soll Drogen pushen und Gleichaltrige auf den Strich schicken? Ach, kommen Sie schon, Herr Lehrer!«
Als normaler Schüler hast du nichts zu lachen. Wenn du Drogendealer verpfeifst, rammt dir alsbald jemand ein Messer in den Bauch. Und wenn du übers Schuljahr hinweg besser und besser wirst und letztendlich sogar ein Konzert dirigieren darfst, kracht ein Drogendealer durchs Glasdach der Aula und deine fünfzehn Minuten Ruhm sind vergessen.
Selbst die passiven Charaktere dieses Films kommen schlecht weg. Dank ihrer Schisshasigkeit überleben sie zwar den Showdown, sind aber dennoch die Verlierer dieses Films. Einfach nur, weil ‘wir’ wissen, dass der Lehrer Recht hat, wenn er seine Schüler und seine Familie schützen will und darum sogar ein paar alte Gewohnheiten überwindet. Zum Beispiel auch noch die miesesten Störenfriede nett zu behandeln.
Alles in allem und wie ich bereits oben schrieb: Die Botschaft dieses Films ist ein ziemlicher Kopfkratzer. Genau wie die der Realität.
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