"King Kong"
Peter Jackson (2005)
Menschen schießen das Ökosystem einer tropischen Insel zu Klump und verschulden im Gegenzug dazu indirekt ein Verkehrschaos in New York City. Ansonsten passiert meines Erachtens nicht viel. Wobei das auch daran liegen könnte, dass ich größtenteils nur die computergenerierten Actionsequenzen angeschaut und die erste Filmstunde komplett übersprungen habe.
"Phantom of the Paradise"
Brian de Palma (1974)
Fakt: Rockopern die besseren Musicals. Erschwerend kommt in diesem Fall zudem mein Fanboyism für Brian de Palma hinzu; dass die Story aus Versatzstücken so ziemlich aller klassischen Horrorplots von "Faust" über "Frankenstein" und dem "Kabinett des Dr. Caligari" bis hin zum "Phantom der Oper" besteht, mich die Mundpartie des Phantoms an ein Foto von Marylin Manson erinnert, und zu guter Letzt noch Jessica Harpers "Suspiria"-Bonus. Aus all diesen Gründen vergebe ich an diesen Film das Prädikat Wertvoll.
"Stalker"
"Сталкер"
Andrei Tarkowski (1979)
Dieser Film ist Reklame für Dollies und urban exploration, ergänzt um ein philosophisches Grundlagenseminar; Gespräche über den Sinn des Lebens usw. wechseln sich ab mit zähflüssigen Kamerafahrten. Außerdem in den Bildern: Wasser.
Vice Magazine: »the fiction issue 2009« [deutsch]
Ich habe das Inhaltsverzeichnis nicht gelesen, sondern recht schnell die Fiktionen überblättert (tl;dr) das Johnny-Ryan-Comic ebenfalls (dessen Stil mir nicht gefällt) und die Fashion-Fotostrecken sowieso, und war bereits leicht enttäuscht, dass ich, wenn ich schon einmal ein aktuelles "Vice Magazine" erwische, es ausgerechnet eines ist, das mir nicht zusagt, als mich das Heft plötzlich doch wieder zu interessieren begann, weil es zu guter Letzt noch Interviews mit Ian (M.) Banks (von dem ich vor langer Zeit "Die Straße der Krähen" gelesen habe), Alan Moore (der mir durchweg sympathisch ist), Jim Shepard (von dessen Existenz und Arbeitsmethoden ich durch dieses Interview erfahren habe) und David Simon (Wer?) enthielt.
Sind zeitgenössische Fotografiesachbücher irrelevant?
Für mich jedenfalls sind sie es inzwischen. Vielen Dank an den mitp-Verlag, der so freundlich war, meinem Bloggerkollegen vier brandneue Probeexemplare zuzusenden, deren Durchsicht meine Vermutung zur Gewissheit werden ließ.
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Michael Gelfert (2009): Fashion-Fotografie
Da ich alles lieber fotografiere als in Pose geworfene Menschen in teuren Kleidern, beschränkt sich die Nützlichkeit dieses Buchs für mich (bislang noch?) in den Tipps zur stimmigen Lichtsetzung, sowie der Erkenntnis, dass nicht jedes Model in jeder Haltung gut aussieht.
Wer hingegen eigene Fashionshootings realisieren will, wird mit Sicherheit mehr als nur dieses Buch benötigen. Oder aber sowieso keines mehr. Denn die Sichtweise des Autors ist die eines Fotografen, der dem eigenen Geschmack vertraut, und bereits weiß, was er von Team und Models fordern kann. Schminktipps, oder Ratschläge zum Locationscouting, dem Einholen von Genehmigungen und dem Erkennen von eigenen und fremden Fehlern behandelt Gelfert beispielsweise nicht.
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Chris George (2. Aufl., 2009): Digitale Fotografie. Vom Einsteiger zum Profi
(The Book of Digital Photography)
und
Gerhart Zimmert / Beate Stipanits (2009): Digitale Naturfotografie. Tiere, Pflanzen, Strukturen, Landschaften
Schöne und umfassende Sachbücher, die für alle Menschen empfehlenswert sind, die sich beim Erlernen der Grundlagen des digitalen Fotografierens nicht auf Wikipedia-Artikel, Fotoweblogs und alte Sachbücher verlassen möchten oder können.
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Jim Krause (2009): index foto-idee places. Ideen und Inspiration für kreative und eindrucksvolle Bilder
(Photo Idea Index: Places: Ideas and Inspiration for Creating Professional-Quality Images Using Standard Digital Equipment)
Mein erster Gedanke beim Durchblättern war, dass Jim Krause seinen Flickr-Account in Buchform hat sicherheitskopieren lassen. Und mein zweiter Gedanke war nicht viel besser und bezog sich auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für knapp dreißig Euro kann ich nämlich reichlich Filme leihen, um mich von ihren Standbildern inspirieren zu lassen.
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Lustig übrigens, dass die beiden wichtigsten Argumente gegen unzeitgemäße Trägermedien deren Haptik (umblättern und Notizen) und Gemütlichkeit (auf dem Sofa lesen) sind. Argumente, die jedes Netbook entkräftet. Viele Sachbücher taugen eben nur noch für Gegenden ohne Strom und Internet.
Womit ich nicht geschrieben haben will, dass Bücher per se nutzlos sind. Nur halte ich es für unlogisch, Geld für gedruckte Werke auszugeben, wenn ich an vergleichbare (und noch dazu suchmaschinell aufbereitete) Inhalte nur den Bruchteil eines Buchpreises bezahle.
"Im Juli"
Fatih Akin (2000)
Wenn die von unglaubwürdigen Figuren schlecht aufgesagten Dialoge und die Tatsache, dass es sich um ein deutsches Roadmovie mit Leiche im Kofferraum handelt, nicht wären, würde ich "Im Juli" allein schon deshalb nicht mögen, weil Sandra Borgmann in einer Nebenrolle verschwendet und nicht anstelle von Moritz Bleibtreu besetzt wurde.