"A. I." 
"Artificial Intelligence" 
Stephen Spielberg (2001)

A.I. - Artificial Intelligence

Es ist nie ein gutes Zeichen, wenn man mit keinem Charakter mitfühlen kann und Muskelkater vom Kopfschütteln über die an den Haaren herbeigezogenen Plot Points bekommt. Die Künstliche Intelligenz des Helden (Haley Joel Osment) hält sich in Grenzen und jedes Kapitel des Films ist noch unglaubwürdiger als das vorangegangene.

Ein Tiefpunkt des überlangen Films ist, dass Spielberg dem Zuschauer einreden will, der gottähnliche AI-Schöpfer (William Hurt) würde sein totes Kind als Massenproduktion wiederauferstehen lassen wollen, ohne auf Konsequenzen zu achten. Auf das bald alle zahlungskräftigen Kinderlosen einen David großziehen… Oder was auch immer man mit einem kindsgroßen Androiden macht.

Ein weiterer sind die beinahe barbapapaesken Überwesen, die Robokind David in einem der übelsten WTF?!-Momente der jüngeren Blockbustergeschichte nach zweitausend Jahren(!) aus dem Eis befreien und den Film so um das zumindest mittelmäßige Ende bringen, das er verdient hätte.

Und zu den Motorradrecken in ihren Achtzigerjahre-Italo-Endfilm-Outfits fällt selbst mir überhaupt nichts mehr ein.

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