Archiv der Kategorie: Buch (S)

book: fiction (s)

Smith, Guy N. (1975) 
"The Slime Beast"

Hoffentlich sind die Horror-Taschenbücher der New English Library nicht durchweg nur wegen ihrer reißerischen Coverillustrationen beliebt. Ich habe nämlich noch einige von ihnen im Zu-lesen-Regal stehen und Smiths "The Slime Beast" hat mir schonmal keinen Spaß gemacht, weil die Story vom blutrünstigen Monster im Wattenmeer dumpf, die Voraussetzungen hanebüchen und die Figuren nervensägende Klischees sind.

Strugazki, Arkadi und Boris (1965) 
„Die gierigen Dinge des Jahrhunderts“ 
„Хищные вещи века“

Unter anderem ist dies eine Erzählung über bewusstseinserweiternde Mittel und ihre Folgen für die Gesellschaft, wie wir sie kennen. Ich würde sie womöglich mit Philip K. Dicks "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch" vergleichen, wenn ich von diesem trippigen Roman noch Einzelheiten wüsste. So gehe ich auf Nummer Sicher und bezeichne beide Bücher als thematisch verwandt.

Strugazki, Arkadi und Boris (1972) 
„Picknick am Wegesrand“ 
„Пикник на обочине“

Die Strugazkis portraitieren eine Gesellschaft, die versucht, mit den Auswirkungen und Hinterlassenschaften einer außerirdischen Invasion klarzukommen. Verrückter Scheiß passiert und wahrscheinlich wussten die Autoren selbst nicht so genau, auf was die geschilderten Seltsamkeiten herauslaufen sollen.

Daher der Titel: War es eine Invasion, ein Picknick oder wurde ein Versuch gestartet? Diese Frage wird nie geklärt, weil die Autoren nur Menschen zu Wort kommen lassen, sowie deren Reaktion auf die Gefahren und Schätze der sogenannten Zonen schildern.

Schmidt-Salomon, Michael / Nyncke, Helge (2007) 
"Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel"

Da das sogenannte ‚Ferkelbuch‘ illustriert ist, wurde es teilweise sogar mit Julius Streichers gezeichneten Hassverbrechen verglichen. Nun ja, ich will’s mal so sagen: Wenn das Ferkelbuch antisemitisch ist, dann ist "Der weisse Neger Wumbaba" lookistisch.

Alles in allem fand ich die Diskussionen, die dieses atheistische Kinderbuch auslöste, interessanter als das Buch selbst. Sie zeigten nämlich, wie dünnhäutig manche Menschen auch hierzulande auf Religionskritik reagieren, während sie nichts gegen die altersgerecht illustrierten Bibelgeschichten haben, die in jeder Kinderbuchabteilung stehen.

Als ob Indoktrination nur in eine Richtung fragwürdig ist.