Archiv der Kategorie: Film (G-H)

movie: fiction (g-h)

"Galaxy Invader, The" 
Don Dohler (1985)

Mit jeder Minute gewinnt "Galaxy Invader" – halb (unfreiwillige?) Hommage an die Sciencefiction-Dutzendware der Fünfzigerjahre, halb Hinterwäldler-Familiendrama – im Rahmen seiner Möglichkeiten an Fahrt, ohne dass Handlung oder Showdown jedoch viel mit der wegen des Titels erwartbaren Prämisse zu tun hätten. Und spätestens, wenn die Abspanncredits rollen, ist sogar die Synthie-Musikuntermalung ertragbar.

(via Internet Archive)

"Host, The" 
"Gwoemul" 
Bong Joon-ho (2006)

"The Host" ist ein Ökohorrorfilm, bei dem alle Zutaten stimmen: Es gibt gerade soviel Technobabble wie nötig, der politische Subtext ist vorhanden und nachvollziehbar, das Drehbuch verlangt den Hauptfiguren bis zuletzt alles ab, die Szenen rasen vorwärts wie eine Reihe umkippender Dominosteine, die Kameraführung ist erstklassig.

Und da das Monster bereits bei seinem ersten Auftritt in seiner ganzen Mutantenpracht auftritt, ist "The Host" einer der wenigen Filme dieses Subgenres, der von Anfang an ohne verdeckte Karten – also ohne ins Bild ragende Tentakeln und ähnlich ’spannende‘ Sparmaßnahmen – auskommt.

"Hard Candy" 
David Slade (2006)

Witzig, dass ein Film auch dann eine FSK18-Freigabe verpasst bekommt, wenn die Blut- und Gewalttaten größtenteils auf der Tonspur stattfinden. Es könnte natürlich auch sein, dass die Prüfkommission befürchtet hat, hierzulande würden minderjährige Menschen ‚Hayley‘ nacheifern und dadurch für Personalprobleme in katholischen Einrichtungen sorgen.

Aber Spaß beiseite: "Hard Candy" ist ein Selbstjustiz-Thriller mit brillianter Optik, dessen Handlungsverlauf und Schlusspointe aber einigermaßen vorhersehbar sind. Der Film kommt mit einer Handvoll Charaktere aus, und ist dermaßen textlastig und ortsgebunden, dass er auch prima als Theaterstück aufgeführt werden könnte.

"Glücksbärchi-Film, Der" 
"The Care Bears Movie" 
Arna Selznick (1985)

Eine weitere Kindheitserinnerung in Trümmern: "Der Glücksbärchi-Film" ist zu meinem Schrecken weder sehens- noch empfehlenswert.

Figuren und Posen erinnern stets an die nicht ganz so lieblosen Disney-Animationen. Das Liedgut nervt. Die Story erst recht. Die ungemischt-fröhlichen Farben beleidigen Fachmenschen und interessierte Laien gleichzeitig.

Und das Schlimmste: Dieses Konglomerat aus Fail ist nicht einmal annähernd so ungewollt lächerlich wie "Cartoon All-Stars To The Rescue!". Ist also wirklich Zeitverschwendung.

Obwohl er, wenn schon sonst zu nichts, dann wenigstens als Mahnmal dafür taugt, niemals auf die Befürworter solcher Scheiße zu hören.