Leseratschläge (09.02.2010)
…, die sich hier zum Jahreswechsel angesammelt haben.
Čapek, Karel (19??)
“Die blaue Chrysantheme”
Kurze Kriminal-/Erzählungen, aus dem Tschechischen »übertragen« von Grete Ebner-Eschenhayn. (DDR-Reclamheft Nr. 244)
Fallada, Hans (1936/’38)
“Hoppelpoppel wo bist du? und andere Kindergeschichten”
Was soviel heisst wie einige »Geschichten aus der Murkelei«. Auch ein Reclam-Heft; die Nummer 1280 nämlich.
Frank, Leonhard (1918):
“Der Mensch ist gut”
Frank setzt zwar auf die Schockwirkung realistischer Beschreibungen von und Kriegsfolgen, ist aber – der Titel verrät es bereits – auch kein Menschenfeind. Alles in allem eine der besten mir bekannten Antikriegsgeschichten.
Gersch, Christel (Hrsg., 1983)
“Guy de Maupassant. Novellen 1882″
Die beiden Besonderheiten der de maupassant’schen Erzählungen scheint zu sein, dass sie zumeist nicht auf harte Pointen hinauslaufen. Außerdem haben oft Figuren mit miesen Charakterzügen das entlarvende letzte Wort, ohne dass der Autor deshalb ihre Meinung teilt.
Pierce, Cameron (2008)
“Shark Hunting in Paradise Garden”
Wenn schon Fiktion, dann richtig: Diese Geschichte ergibt wenig Sinn und Pierce ist stolz darauf. Jetzt bin ich mal gespannt, ob er in seinem 2009′er Kurzroman namens "Ass Goblins of Auschwitz" das WTF-Level noch steigern konnte.
Strugazki, Arkadi und Boris (1964)
“Der ferne Regenbogen”
“Далёкая Радуга”
und
Strugazki, Arkadi und Boris (196?)
“Mittag 22. Jahrhundert. Utopische Erzählungen”
… beinhalten Science-Fiction-Geschichten, bei der die Charaktere im Mittelpunkt stehen und das Zukunftsszenario trotzdem kein kitschiger Zierrat ist.