Linktipp: Agitpopblog.org über "Die Simpsons"
Beziehungsweise über deren qualitativen Niedergang nach der neunten Staffel; eine Entwicklung, die man in Fan- und Fachkreisen jump the shark nennt, und unter der die meisten langlebigen Serien leiden oder sogar zugrunde gehen.
Stimmt schon. Abstreiten lässt sich jedoch nicht, dass die Geschichten sich allmählich wiederholen.
Die Kritik ist etwas schwafelig und erinnert mich sehr an enttäuschtes Fantum [F ae n'tum].
Ich habe diese Serie als Kind/Jugendlicher ebenfalls geliebt, aber 15 Jahre gehen eben nur an Comic-Protagonisten spurlos vorbei. Vor einiger Zeit hieß es noch “Irony is over” (Dem Herrn sei Dank eine Falschmeldung), mittlerweile heißt es eben für manchen “Popkultur is over”. Ich kann mich damit gut arrangieren, manch anderer hat es offensichtlich schwerer mit dem Abschied aus der Adoleszenz. Ich habe mir eben mal die Episodenbeschreibungen für die kommende Staffel angesehen: Intelligent Design und Antiterrorbekämpfung im Dunstkreis der Elementary school klingen nach recht bissigen Statements – eigentlich wie früher. Für eine Folge, die Tom Wolfe und Jonathan Franzen (den ich sehr gerne gelesen habe) auf die Schippe nimmt, könnte ich mich heute auch noch begeistern. So what.
Der Abschied fällt manchem schwer. Denn es verabschieden sich nicht die Simpsons, sondern die aus den (Eat my) Shorts entwachsenen Zuschauer.