MOEWIG Band Nr. 1824:
Moewig Phantastica – "Phantastische Geschichten" (19??)
Resteverwertung beim Moewig-Verlag: Zwischen den silbernen Buchdeckeln nichts Neues.
Um genau zu sein drei Mitte der Achtziger in deutscher Übersetzung erschienene phantastische Romane und Geschichtensammlungen und eine handvoll Stories aus Heinz Ewers’ Nachlass.
Das Ganze erinnert stark an die aus zusammengeleimten und schief zugeschnittenen Originalausgaben bestehenden MAD-Sammelbände.
Pierre Kast
Die Vampire von Lissabon
(Les Vampires de l’Alfama, 1975)
Marc Brandel
Der Schwanz der Eidechse
(The Lizard’s Tail, 1978)
Hanns Heinz Ewers
Geschichten des Grauens (1972)
Kirby McCauley
Stille Nacht, grausame Nacht
(Dark Forces, 1980)
Ewers’ "Geschichten des Grauens" heißen
- Der schlimmste Verrat
- Sibylla Madruzzo
- Der Spielkasten und
- Der letzte Wille der Stanislawa d’Asp.
Zumindest beim vierten Teilbuch bin ich mir hundertprozentig sicher, dass es unvollständig ist. Denn von der durch Kirby McCauley zusammengetragenen "Dark Forces"-Anthologie tauchen hier nur fünf Geschichten auf:
Gahan Wilson
Der verhängnisvolle Job
(Traps)
T. E. D. Klein
Kinder der Finsternis
(Children of the Kingdom)
Joe Haldeman
Der Tourist
(Lindsay and the Red City Blues)
Lisa Tuttle
Wo Steine wachsen
(Where Roses Grow)
Robert Bloch
Stille Nacht, grausame Nacht
(The Night Before Christmas)
Durch solch einen Schnellschuss wird man wahrlich nicht zum Moewig-Fan.
Andererseits waren und sind deren Taschenbücher immer noch die bessere Alternative zu schlecht geschriebenen Heftromanen. Darum stehen auch in meinem Buchregal reihenweise Taschenbücher des Moewig-Verlages.
Nur ist von denen keines so offensichtlich für den Wühltisch produziert worden wie die "Phantastischen Geschichten".