Moskowitz, Sam [Hrsg.] (1970)
"Die Gesichter der Zukunft"
"Futures to Infinity"
Wenn ich schon eimal eine SF-Anthologie aus dem Verlag Erich Pabel loben will, ist sie nur unvollständig auf den deutschen Markt gelangt. Das gibt Punktabzug in der B-Note, obwohl den Verlag selbst wohl keine Schuld trifft. (Eher schon die Rechteinhaber, wage ich zu behaupten.)
Doch bereits die in der im September 1973 erschienen deutsche Erstausgabe abgedruckten Geschichten liefern ausreichend Gegenbeweise für die noch immer vertretene These, Science Fiction diene dazu, junge Leser mit der Schilderung von Sternenkriegen und phallischen Hightech-Gadgets zu verderben.
Also immer erst ausführlich recherchieren, bevor man die mangelhafte deutsche Fassung eines Buches ersteht.[1]
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Inhalt der bei Pabel Terra verlegten deutschen Ausgabe:
Alfred Bester:
Der Joker / The Probable Man
Clifford D. Simak:
Am Rand der Tiefsee / Rim of the Deep
L. Sprague de Camp:
Der Unverbesserliche / The Incorrigible
Henry Kuttner:
Blumen von der Venus / Beauty and the Beast
L. Ron Hubbard:
Die negative Dimension / The Dangerous Dimension
A. E. van Vogt:
Im Dschungel von Mira II / The Green Forest
…
Die der deutschprachigen Leserschaft ‘unterschlagenen’ Geschichten:
Lyle Monroe (Robert A. Heinlein): Heil!
Isaak Asimov: The Secret Sense
Ray Bradbury: The Piper
Sam Moskowitz: The Way Back
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[1]
Das bisher krasseste Beispiel für die Richtigkeit dieses Merksatzes fand ich bereits vor einiger Zeit in den Amazon.de-Kommentaren zum 1988 erschienenen Knaur-Horror-Taschenbuch "Nach dem Ende der Welt":
»Was sich der Knaur-Verlag mit der Umsetzung [des Romanes "Swan Song" von Robert R. McCammon] ins Deutsche geleistet hat ist einfach nur schockierend: Aus drei Handlungsfäden in der Originalversion werden im deutschen kurzerhand einmal zwei gemacht – Und das Buch damit um gut ein Drittel gekürzt.
Nun ist es aber nicht so, dass der herausgeschnittene Teil für die Handlung von geringer Bedeutung wäre. Ganz im Gegenteil, ohne die Kenntnis der hier beschriebenen Dinge kann der Leser den Geschehnissen in der deutschen Version überhaupt nicht folgen!
Sein Meisterstück liefert der Knaur-Verlag schließlich, als er den Handlungsstrang, den er zunächst über hunderte von Seiten ignorieren konnte, urplötzlich aufgreift und in die Handlung mit einbezieht. Die Folge ist dann, dass der Leser der deutschen Fassung es auf einmal mit Figuren zu tun bekommt, von denen er bisher keinerlei Kenntnis hatte – und in der Folge arge Schwierigkeiten haben wird, der Handlung zu folgen.
Lange Rede kurzer Sinn: Finger weg von der deutschen Übersetzung! Nur das Original hält, was der Verfasser dieser Rezension verspricht: Ein überwältigendes Leseerlebnis.«
Aber das nur am Rande.