Spuktober’16: Wer kann das Horrorgenre definieren? (The Ghost And Mr Chicken, Death Bed, Who Can Kill A Child?)

Die Themenvielfalt innerhalb des sogenannten Horrorgenres ist dermaßen groß, dass man unschlüssig bleibt, ob es überhaupt ein Genre ist (wie der Western) oder nicht doch eher ’nur‘ ein Stilmittel.

The Ghost And Mr. Chicken (Alan Rafkin, 1966)

wird für ungefähr zwei längere Setpieces zum Horrorfilm (Subgenre Gruselfilm), als Don Knotts‘ hypernervöser Nachwuchsreporter durch ein Haus streift, in dem es spuken soll.

Gruselfilm-Elemente sind jedoch nur eine (wichtige) Zutat dieser sich auch durch einige andere stets beliebte Spielfilmgenres hangelnden Komödie. „The Ghost And Mr. Chicken“ liefert Kleinstadtsatire, Einblicke in die journalistische Arbeit, aber auch einen Liebesfilm, ein Gerichts’drama‘, einen Krimi und ist beinahe ein Martial-Arts-Film.

Insgesamt nimmt man „The Ghost And Mr. Chicken“ zu keinem Zeitpunkt ab, dass es wirklich spukt im Spukhaus. Aber im Hinblick aufs Gesamtwerk verwundert das nicht: das ist zuallererst ein charakterbasierter großer Spaß mit vielen zeitlos guten Dialogen.

(Wenngleich der Antrieb für die Handlung ein vor Jahren im alten Haus begangener Mord-Suizid ist und das Drehbuch diesen Aspekt ernst genug nimmt.)

Andere Filme innerhalb des Horrorgenres ziehen eine (idealerweise) furchterregende Grundidee hemmungslos durch, ohne Rücksicht auf die menschlichen Darsteller oder sogar die Sehgewohnheiten des Publikums.

Death Bed – The Bed That Eats [People] (George Barry, 1977)

beispielsweise beginnt mit wohligen Kaugeräuschen, wirkt wie ein schieflaufender Pornofilm, und der Film handelt wörtlich von einem (dämonenbesessenen) Bett, das im Keller eines verfallen(d)en Herrenhauses steht und Menschen frisst. Hinter einer gerahmten Zeichnung nahebei muss der Erzähler (möglicherweise Aubrey Beardsley) die Morde miterleben und wird im Gegenzug vom Bett/Dämon mit Reliquien der Verstorbenen bedacht.

High-concept, abgedrehte Prämisse, ungelenk umgesetzt. Perfekt!

Wo „The Ghost And Mr. Chicken“ eine nette Komödie voller Charakterköpfe ist, da ist „Death Bed“ für mich kurz vorm gelungenen Kunstfilm, und ist aus etlichen Gründen enorm spannend.

„Death Bed“ ‚lebt‘ von nachträglich über die Bilder gelegten Dialogzeilen, Gedanken und Geräuschen und bekommt allein deshalb bereits eine unwirkliche Qualität. So traumgleich wie lowtech sind die Bilder und Lösungen (vulgo: Filmtricks), die Barry gefunden hat, um z.B. die Verdauungsvorgänge des Bettes zu inszenieren.

Die erzählte Geschichte hat innerhalb der Genrekonventionen Hand und Fuß und historische Vorbilder (Gothic Horror vor allem), aber sie ist originell umgesetzt und hat mich durch einige drastische Gedankensprünge und Ideen überrascht.

Patton Oswalt, dessen Standup-Routine über das „Death Bed“ ich diesen Filmtipp verdanke – genauso wie es US-Comedian Dana Gould war, der in einem Podcast „The Ghost And Mr. Chicken“ empfahl – Patton Oswalt also lobte den Auteur George Barry für sein Durchhaltevermögen.

Er tat es gut getarnt durch Hohn und Spott über „this piece of shit“, doch das ist genau der Punkt: selbst der albernste und/oder verkopfteste Genrebeitrag hat das Zeug dazu, Filmfans zu beeindrucken. Und sei es auch nur durch die Chuszpe die es braucht, um nicht allein solch ein Drehbuch zu schreiben, sondern es sogar in Eigenregie zu verwirklichen.

Apropos Hochkonzept-Horrorfilme, die nicht jedermenschs Sache sind:

Who Can Kill A Child? / ¿Quién puede matar a un niño? (Narciso Ibáñez Serrador, 1976)

ist ein weiteres Extrembeispiel für die Grenzen des Horrorgenres. Hier ist der menschliche Nachwuchs des Menschen Wolf, das übernatürliche Element nur als Anspielung bzw. Auslöser vorhanden.

„Who Can Kill A Child“ steigt hoch ein mit harten Archivaufnahmen aus Auschwitz, Indien/Pakistan, Korea, Nigeria, Vietnam. All diese Bilder Toter, Verstümmelter und Verhungernder offkommentiert ein Erzähler wie in einem Lehrfilm. Er betont die gequälten Kinder und lässt uns an einem spanischen Badestrand zurück. Die Kinder (und Erwachsenen) hier baden, spielen und sonnen sich. Das schöne Leben. Bis ein offensichtliches Mordopfer angeschwemmt wird.

Schnitt zum britischen Urlauber-Pärchen; sie ist schwanger, er könnte Donald Sutherland sein. Sie radebrechen sich auf spanisch durch den Ort und miterleben nachts ein Feuerwerk mit dem filmischen Sounddesign von Kanonen und Granateinschlägen. Anderntags mieten sie ein Boot und tuckern hinüber zum eigentlichen Urlaubsziel, einer kleinen Insel.

Dort finden sie sich alsbald umzingelt von all denen, von denen wir unsere Welt nur geliehen haben. Stimmungsgeladener Leerlauf folgt auf kurze Gewalteinbrüche und der Film beantwortet die filmtitelgebende Frage.

„Who Can Kill A Child“ könnte ein Ökohorrorfilm sein (wieder eines dieser vielen Subgenres) und gleicht die beeindruckende Kinderlosigkeit von „The Ghost And Mr Chicken“ aus.

In Don Knotts‘ netter Welt trägt man Anzug und zumindest Fliege. Die Halbstarken fehlen und wohl deshalb steht das vollmöblierte ‚Spukhaus‘ jahrelang unbeschädigt und ungeplündert leer. Auf der spanischen Insel von 1976 hingegen trägt der Protagonist legere Kleidung, für die man wohl 1966 gesteinigt worden wäre, und er ist dennoch ein Erwachsener und als solcher der Todfeind besessener(?) Heranwachsender.

Kurzum: dieser Film vertritt eine klare These und bringt seinem Publikum absichtlich keinen Spaß. (Höchstens die zweifelhafte Freude eines ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn‘.) Das kann man mögen oder auch nicht, aber das Casting stimmt, die Geräuschkulisse ist vorbildlich minimalistisch und die ausweglose Bedrohung glaubwürdig.

Spuktober ’16: Elternfrei-Doublefeature (The Gate, Clownhouse)

Bei jedem Horrorfilm-Marathon stellt sich die Frage nach der Ausgewogenheit und der Themenwahl. Es gibt zigdutzend Horror-Subgenres oder nur drei, je nach Fragestellung:

Wer bedroht die Hauptfiguren? (Vampire, Werwölfe, Dämonen, entsprungene Irre, Clowns, …)

Was wird bedroht? (die Gesellschaft, das Leben, das Selbstbild)

Und es gibt Mischformen all dieser Bedrohungsszenarien, man denke nur an Stephen King’s „Es“.

Thematische Schwerpunkte gibt es erst recht wie Sand am Meer; je nach Augenmerk auf Cast und Crew, wiederkehrende Elemente (zB Handlungsorte) und so weiter bis hin zum Entstehungsjahr.

Locker könnte ich also den heurigen Spuktober ausschließlich mit Filmen bestreiten, in denen Pubertierenden ein vorzeitiges Ableben droht. Bereits in diesem enggesteckten Rahmen haben sich in der Filmgeschichte etliche Werke angesammelt, die genretypisch den Horroraspekt und den Kampf ums Überleben betonen.

(Im Unterschied zu Filmen, in denen Jugendliche an Krebs dahinscheiden, oder zu Kinder-Kostümfilmen mit Gothic-Horror-Einschlag wie „Der geheime Garten“, oder zu Dramen über Kindesmissbrauch.)

Der Hang zur Ausgewogenheit und Themenvielfalt hat mich jedoch nicht davon abgehalten, einen roten Faden durch den Spuktober’16 zu ziehen, deshalb auch gleich mehrere Horrorfilme thematisch gebündelt hintereinander zu packen und zu besprechen.

Zum Beispiel als ‚Elternfrei-Doublefeature‘ aus „The Gate“ und „Clownhouse“. (Alternativ ist’s das Doublefeature namens ‚blutige Kinderhand groß im Bild‘ bzw. ‚Filme, die mit Alpträumen beginnen und in denen Lagerfeuergeschichten erzählt werden‘.)

The Gate (Tibor Takács, 1987)

… ist Fantasyhorror und an übernatürlichen Elementen stark; erinnert insgesamt an eine kindgerechte(re) „Evil Dead 2“-Variation und hat teilweise herausragendgute Spezialeffekte.

Das titelgebende Tor zur Unterwelt öffnet sich am elternfreien Wochenende einiger Heranwachsender und Dämonen befallen das Grundstück. Sie wollen sich erst die Kinder holen und dann die Welt. Doch die Kinder sind keine leichte Beute, denn sie nutzen Fachwissen aus dem Booklet eines Heavymetal-Albums.

Wirklich viel mehr zu sagen habe ich jedoch über den Film nicht, als dass er solide Handwerkskunst ist.

Bis auf: das Drehbuch stellt im ersten Filmdrittel absurd viele Elemente ‚zufällig‘ in den Raum, um damit später gegen die Dämonen angehen zu können. Das würde mehr Freude bringen, wenn es nicht so offensichtlich ein Dramaturgiekniff wäre oder sogar ein Zeichen dafür, dass die Story quasi rückwärts geschrieben wurde.

Clownhouse (Victor Salva, 1989)

… hingegen liefert das andere Extrem: wirklich *alles* in „Clownhouse“ hat mit Clowns zu tun und das ist gleichermaßen überspitzt und künstlich. Aber es gefällt mir weitaus besser, denn Salva’s Spiel mit gezinkten Karten ist sofort erkennbar und bleibt konsequent.

(Für mich fällt Salva übrigens in die selbe Regiearbeiter-Kategorie wie M. Night Shyamalan: Suspense trifft auf Schlock, bevorzugt-visuelles Storytelling auf Holzhammersymbolik. „Jeepers Creepers“ samt Fortsetzung sind Lieblingsfilme.)

Die in „Clownhouse“ vermittelte Chemie der drei Brüder ist gleichauf bedrückend und realistisch, genau wie es die kindische Mischung aus Angstlust und Schreckhaftigkeit ist: die Jungs erzählen sich Schauergeschichten und schauen Horrorfilme, aber wollen nicht spätabends alleine raus.

„But… what about those clowns?!“ – Nun, die Clowns sind drei entsprungene Irre, die mordend ausbrechen, nachdem ihnen denen das Ausgeh-Privileg entzogen wurde, den Zirkus zu besuchen. Sie brechen also aus, und wie der Zufall so spielt schlüpfen sie in die Kostüme der echten Clowns und beschleichen in mörderischer Absicht die elternfreihabenden Brüder.

Bis es zum Suspense-lastigen, filmisch perfekt umgesetzten Showdown kommt zwischen den jeweils Dreien, füllt Salva den Film mit Dialogen voller Flüche und Triggerthemen (Clowns!), aber auch mit Minderjährigen in Unterwäsche.

Der eigentliche Plot-twist von „Clownhouse“ ist so auch außerhalb des eigentlichen Filmes zu suchen. Denn nicht die Clowns oder die als Clowns verkleideten Irren waren ‚out to get‘ den Hauptdarsteller dieses Films, sondern der Regisseur.

Spuktober’16: Stephen King’s It (Tommy Lee Wallace, 1990)

„Es“ ist vielleicht die für Stephen King archetypischste Geschichte. „Es“ kombiniert ‚ungeschönte‘ Erinnerungen an eine 1950erjahre-Kleinstadtkindheit mit dem massenhysterischen Bedrohungsszenario aus Nigel Kneale’s „Quatermass And The Pit“.

Der etwa zeitgleich von seinem Kollegen Peter Straub verfasste Roman „Der Hauch des Drachen“ schlägt in ähnliche Kerben, aber ist dabei meines Erinnerns nach nicht so sentimental und insgesamt stimmiger und schauriger. (Ich erwähne Straub’s Roman deshalb, weil er mir als Heyne-Taschenbuch in die Hände fiel, einige Jahre bevor ich King’s Werk für mich entdeckte. Eine „Floating Dragon“-Miniserie böte sich an, aber das würden wohl viele Unbedarfte als Ripoff abtun leider.)

Aber ich wollte den kürzlich gesehenen TV-Zweiteiler besprechen, ja. Das fällt schwer, weil Stories dieser Art (und nicht nur die von King gelieferten Variationen zu „Es“) sich gegenseitig bestärken und ergänzen und letztlich zu einem Monomythos zusammenfließen, in dem Schwächen der Einzelwerke untergehen.

Wie sehr das von den Autoren bzw. Filmemachern so gewollt ist und wie sehr ich selbst, der tendentiell zu solchen Fiktionen greifende Zuschauer, es erst für mich so auslege, wäre zu klären. Mein Anteil an der Mythosbildung ist das Wiedererkennen und Verknüpfen sich ähnelnder Elemente, aber auch das Ziehen von Verbindungen zur eigenen Kleinstadtkindheit.

(Den Wald aus „The Tommyknockers“ stelle ich mir zB sofort als den sächsischen Mischwald vor, bekannt durchs Herumstromern und von Radtouren, und vom Pilzesammeln mit den Eltern.)

Noch einmal, jetzt aber wirklich, zu „Es“, der 1990 versendeten Miniserie, die ich irgendwann vor vielen Jahren bereits einmal im Fernsehen sah und nun, in der Nacht zum 6.10.2016, von einer doppelseitigen DVD auf meinem Heimcomputer abspielte.

Diese Verfilmung ist insgesamt inkonsequent, denn sie legt zu keinem Zeitpunkt klare Regeln fest wie genau die Bedrohung durch das unter der Kleinstadt schlummernde Ewigböse sich manifestiert. Beginnend mit dem Bösen, dass sich als Clown seinen Opfern zeigt, um allmählich vermutlich ihre Angst zu vampirisieren und sie letztlich brutal zu töten.

(Der „Clown nach Mitternacht“ ist ein klassisches Horror-Versatzstück. Außerhalb des Zirkuskontextes wird er als umso bedrohlicher empfunden, je weniger sein Auftreten zur Umgebung passt. Ballontierdrehend in der Einkaufspassage ist ein Clown gerade noch verkraftbar, aber wehe die Uhrzeit ist untypisch.)

Wie geschrieben, die Bedrohung ist zu schwammig, was wiederum den Nachteil einer Verfilmung aufzeigt. Gefühle lassen sich, außer durch Augenbrauenschauspiel und Filmmusik, recht schwer vermitteln; der Autor hat keine Chance auf erklärende Einschübe und Ausflüge in die Gedankengänge eines baldigen Opfers.

Und so, rein auf der optischen Ebene stattfindend, funktioniert Pennywise der Clown samt seiner Mindgames nur in wenigen Szenen überzeugend; allen voran in den Badezimmersequenzen. Diese sind mit Abstand die besten dank eines Schauspiels aller Beteiligten, das diesem in bestem Genrefilmsinne besudelten Sets gerecht wird.

Doch bereits die Begebenheiten in der Bibliothek wirken eher lahm und laufen immergleich ab: Plopp! Huch! Übertriebene Schauspielkunst!

Hinzu kommt, dass unklar bleibt, wieso sich in der Bibliothek solche Vorfälle häufen trotzdem nirgends fließend Wasser zu sehen ist, während die Kinder nahe eines Abflussrohres spielen und sich sogar darin verbergen, ohne dass da sofort blutgefüllte Luftballons herausploppen.

(Erklärungen in die Kommentare!)

Die Nebenhandlung mit der Frau des bezopften Autoren funktionierte für mich bereits deshalb absolut nicht, weil sie als Erwachsene von Pennywise, dachte ich, nichts zu befürchten hatte bis auf einen benebelten Verstand.

Und die ‚erschreckend‘ gemeinte Sequenz in der Sporthallen-Dusche wiederum wirkt wie ein abgelehnter Vorschlag für „Nightmare On Elm Street 2“: zu wenig phallisch und homoerotisch to begin with.

Sie ist noch dazu wie die meisten von Pennywise‘ Spielchen konsequenzenlos. Das Ewigböse terrorisiert die Hauptfiguren, ja, aber ich als Zuschauer erlebe keine Steigerung seines Verhaltens. Er ängstigt mich nicht, sondern nervt herum.

Nach einer Weile weiß ich, wie der Hase insgesamt läuft, bin aber minütlich mehr und mehr am Herumrätseln, wie genau Pennywise dies und jenes anstellt. Bis er sich letztendlich zum Showdown hin als Riesenspinne herausstellt, die sich umschubbsen und ausweiden lässt.

Das alles könnte daran liegen, dass der Roman in seiner Romanform etliche allein schon ethischmoralisch-bedingt unverfilmbare Elemente enthält, die die Verfilmung zB durch einen Tunnel voller Spinnenweben und Halbkokons andeutet oder durch flüchtig-intensive Küsse.

Auf eine seltsame Art mag ich übrigens den angemahnten Leerlauf und den unbeholfenen Showdown bereits wieder, denn beides sind wichtige Elemente in Stephen King’s Romanen. Er schreibt sich in eine Sackgasse und mäandert solange herum bis ihm eine annehmbare Lösung einfällt.

(Wütende Gegenthesen in die Kommentare!)

Was bleibt zu sagen, apropos mäandernde Schreibe, was mag ich noch? Nun:

Die Kinderstars sind bestens gecastet, allen voran das Mädchen (Emily Perkins) und die drei Halbstarken. Überhaupt sind die körperlichen, echtweltlichen Bedrohungen beinahe spürbar. „Es“ bedient sich großer Gefühle und ist schauspielerisch so unsubtil wie die Blutballons, aber das passt gerade deshalb gut zusammen.

Das Setdesign ist größtenteils wunderschön. Und der Zweiteiler hat einige beeindruckende Trackingshots bzw. ist insgesamt von der Kameraarbeit auf Kinofilmniveau.

Ich mag trotz Unklarheiten, dass die Hauptfiguren ihre eigene Phantasie einsetzen, um sozusagen Gegenfeuer zu legen zum Bombardement mit bösen Einflüsterungen. („Das ist Batteriesäure!“) Und ich ‚mag‘ das Horrorfilmtrope einer verdrängten Erfahrung, von deren Wiederhochkochen man nur einen kryptischen Anruf entfernt ist.

Gern hätte ich gesehen, dass es für manche von Pennywise‘ Morden Zeugen gab, die es(!) aber verdrängt haben – oder einfach weitergingen, weil der Anblick ihren Verstand überforderte. Dieses Element der Massenhysterie und letztlich sogar Kollektivschuld hat die „Nightmare On Elm Street“-Filmreihe besser zu nutzen gewusst.

Aber man kann ja nicht alles haben in einem Werk. Dafür gibt es den Monomythos.

Willshort-Spuktober 2016

In diesem Jahr werde ich, wie so viele Popkultur-Konsumenten vor mir, im Hinblick auf Halloween sowie den Beginn der unwirtlichen Jahreszeit einen filmischen Spuktober zelebrieren. Viele der mir selbstaufgebürdeten Werke sind zwar keine Geheimtipps, aber wurden (zumindest in Deutschland) wohl auch noch nicht allzu oft besprochen.

Keinen davon kenne ich bereits – mit Ausnahme der „It“-Miniserie und, wie ich annehme, „The Gate“ – und also bin ich gespannt, was mich erwartet und wo ich vielleicht sogar meinen großen Vorbildern widersprechen muss. Denn einige der Filme liegen sozusagen auf Anraten von Stephen King, Dana Gould, Patton Oswalt und lbnl den „Schlock Treatment“-Podcastern (Rest In Podcast!) auf dem Stapel.

Die Liste, Willshort-Spuktober 2016:

  • A Field in England (2013)
  • A Return To Salem’s Lot (1987)
  • Clownhouse (1989)
  • Death Bed The Bed That Eats (1977)
  • Let’s Scare Jessica To Death (1971)
  • Possession (1981)
  • Seance On A Wet Afternoon (1964)
  • Shakma (1990)
  • Spontaneous Combustion (1990)
  • [Stephen King’s] It (1990)
  • The Crazies (1973)
  • The Gate (1987)
  • The Ghost And Mr. Chicken (1966)
  • The Night Stalker (1972)
  • Tourist Trap (1979)
  • Who Can Kill A Child (1976)
  • Willard (1971)

PS: Mein besonderer Dank geht an rechtlichgrauzonige Videohosting-Plattformen, aus keinem bestimmten Grund.

„True Detective“ Staffel 1 (Ermittlungsarbeit zu einem Filmgenre)

Zweieinhalb in Originallänge geschaute Episoden der ersten Staffel von TRUE DETECTIVE haben mir gereicht. Zudem habe ich in der finalen Folge zu den „Highlights“ durchgespult und schaute schulterzuckend den Showdown. Aber nur, um den anschließenden Dialog der verheilenden Protagonisten um so entspannter fastforwarden zu können.

Weil: All der Stimmungsaufbau und das Hinterlandbewohner-Sittengemälde einzig, damit die Ermittler mit letzter Kraft einen übergewichtigen Serienmörder in Notwehr abknallen? Vielen Dank auch!

Gut okay, mag sein, dass sie dadurch verhindert haben, dass sich das Tor zur Hölle öffnet oder sowas; keine Ahnung, ob das in der vorletzten Episode lang und breit erklärt wird.

Selbst wenn: auch einen mittels Ritualmordopfern geöffneten Höllenschlund sah ich inzwischen zu oft. Und es war bereits in Spielfilmlänge immer die gleiche Formel und immer die selbe Handlung mit anderen Darstellenden und anderen fotogenen Tatorten. (Dunkel erinnere ich mich da zB an END OF DAYS mit Schwarzenegger.)

Offensichtlich wurde seit DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER und SIEBEN kein Neuland erschlossen. Wie oft wird wohl noch eine Autopsie, Zeugenbefragung oder ein zynischer Monolog, ein Drogenproblem und/oder Ehekrach ermittelnder Beamter ins immergleiche farbentsättigte Bild gesetzt werden, bis das Thema durch ist?

Unfassbar für mich sowieso, dass noch irgendein Modus operandi oder verstümmelter Leichnam zu schocken vermag, obwohl sich seit spätestens den frühen Neunzigern komplette Fernsehserien mit Serienmorden und dem dazugehörigen Täter-Profiling beschäftigen.

TRUE DETECTIVE (die erste Staffel wohlgemerkt) wurde mir von etlichen Seiten anempfohlen. Doch die Faszination dieser altbekannten Serienmordfilm-Tropes erschließt sich mir erst recht nicht, weil man sie doch hier auf mehrere einstündige Episoden ausgewalzt hat. Und ich dachte, das würde das letzte bisschen morbiden Fernsehspaß vertreiben. Stattdessen: Hype! Muss(te) man gesehen haben offenbar, diese Serie.

Wollen sich Zuschauer schlecht fühlen, oder besser als andere? Ist das das Faszinierende? Ist es das exotische Setting, also die unzähligen schäbigen Buden, in denen schäbige Dinge geschehen? Reizlos und enttäuschend das vermittelte Menschenbild. Kleinstes Glück ganz ganz unten, zerstört durch ein noch übleres Verbrechen als all die anderen Vorgänge in den schäbigen Buden.

Oder ist es die Originalität der Charaktere? Kann nicht sein, denn auch die sind uns wohlbekannt aus Film und Fernsehfunk: der weltschmerzige Ermittler, die argwöhnenden Kollegen, der Exfreund/Ex-Knacki des Opfers, die viel zu junge Prostituierte, die trauernde Gemeinde, und natürlich auch das messerschwingende fette Stück Scheiße*.

(*Das hier ist die Aussage der Inszenierung wohlgemerkt! Vielleicht wird er nicht mit exakt diesen Drehbuchzeilen beschrieben, doch durch Taten und Auftreten ist der Serienmörder nicht mehr als ein fettes Stück Scheiße, ein „sick fuck“.)

Das Publikum bekommt abgeklärte Monologe, nackte Opfer, Familienprobleme und heruntergekommene Nebenfiguren serviert. Das alles in netten Bildern mit einfacher Kameraarbeit. Zum Schluss wird der Böse abgeknallt und es gibt einen Epilog, the End.

Man fühlt sich in dieser Serie heimisch, weil das und mehr bereits zigdutzendmal gezeigt, nachgeahmt und sogar parodiert wurde; so etwa die tiefgründig geraunten und gemurmelten Dialogzeilen der beiden Hauptdarsteller.

(Übrigens ist ja selbst noch der menschenfeindlichste Monolog mittlerweile Smalltalk-kompatibel, wenn man auf Twitter oder in der Stillgruppe die richtigen Leute kennt.)

Diese Elemente sind also, wie gesagt, längst etabliert und wirken sofort wie Verweise oder schlimmstenfalls Ripoffs vergangener Genrebeiträge.

Mir fielen die Gebilde aus zusammengebundenen Naturmaterialien dabei als aus dem BLAIRWITCH PROJECT übernommenes Motiv sofort ins Auge. Im Finale wird das Vorbild scheinbar sogar überboten; die geheime Basis des Serienmörders mutet an wie ein böser Merzbau. Ungeschlachte Handarbeiten haben, scheint’s, einen hohen Gruselfaktor für Setdesigner.

(Apropos: sicherlich schrieb man bereits Aufsätze über die filmkulturelle Ausschlachtung des Surrealismus sowie sog. Outsider Art – etwa über die Sessel aus menschlichen Skeletten des TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Hinweise hierzu bitte in den Kommentaren!)

Idealerweise hätte die erste Staffel TRUE DETECTIVE dem gesamten Genre einen Pflock ins Herz gerammt. Dies war leider nicht der Fall und es werden auch nachfolgende Generationen verstiegene Tatmotive und auf tot geschminkte Statistinnen bewundern dürfen.

Fast bin ich übrigens geneigt, die Einfachheit – bzw. die aus den von mir geschauten Folgen erahnbare Einfachheit – der Handlung als positiv zu empfinden. Vielleicht ist es sogar eine trockenhumorige Genreparodie, ein Spiel mit den hochtrabenden Erwartungen des Publikums. Mag sein. Das ist jedoch kein Grund, mich mehrstündig mit TVTropes zu langweilen.

Überlanges PS:

Vor Kurzem fand ich das Podcast MY FAVORITE MURDER, tat mir aufgrunddessen Fincher’s gutgemachten und recht vorhersehbaren ZODIAC an und sah – erneut, nach vielen Jahren – den perfekten Kriminalfilm DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER.

Meine Erkenntnis aus vielen Jahren des Kriminalfilmkonsums ist unter anderem, dass diese Filme grundsätzlich langweilig sind, wenn sich die Erzählstränge zw. Täter und Beamten erst zum Showdown ineinander verwickeln.

Ein Serienmordfall hat nämlich, so menschenverachtend das auch ist, rein dramaturgisch fürs Publikum erst dann Fallhöhe, wenn die Opfer langanhaltender Teil der Erzählung sind. Tote Prostituierte sind leider selten viel Mitgefühl wert. Und auch DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER wäre ohne die ‚tickende Uhr‘ in Form der entführten Senatorentochter kein perfekter Kriminalfilm, sondern Dutzendware.

Oder anders: reale Serienmordfälle sind selten wirklich filmisch, weil die Opfer relativ kurz mal in der Erzählung aufblitzen und ansonsten nur tot auf dem Tisch liegen. (typische Dialogzeile: „Wir haben eine weitere Leiche!“, gefolgt von Tatortbesichtigung und Autopsie.)

Genauso tut ja der Serienmörder selten etwas Spannendes zwischen seinen Verbrechen, obwohl selbst sein Gang durch den Supermarkt durch unser Wissen um seine Verbrechen an Spannung gewinnt. Womit wir wieder beim stimmungsvollen Leerlauf wären. Noch nicht Suspense; dennoch wichtig, solange man’s mit dem Moodsetting nicht übertreibt.

Zum Filmausklang hin wird der Täter jedenfalls geschnappt bzw. nicht und vor dem Abspann gibt es diesbezügliche Texttafeln.

(Oft genug werden echte Serienmörder übrigens durch Strafzettel oder durch Zeugenaussagen überlebender Opfer überführt, während unsere Helden jahrelang unfilmisch auf der Stelle treten.)

Erdachte Serienmordfälle hingegen sind oft genug auf die Schockwirkung des Modus operandi hin konstruiert, auf den „bösen Tod“. Rein fiktionale Genrebeiträge nutzen die Serienmorde als Spiegel der Seele der Ermittler, als Zerrbild der Gesellschaft o.ä., schlimmstenfalls reineweg als Publikumsköder.

Dies führt meines Erachtens recht schnell zu Exploitationkino ohne echten Tiefgang; führt zu weltschmerziger Gewaltpornografie in schönen Bildern. Nackte weibliche Leichen werden (teilweise wortwörtlich) vollgestopft mit Hinweisen auf die Vergangenheit eines Schwerverbrechers, während den Ermittler die Frau verlässt.

Man zeigt überhaupt gern das zerrüttete Privatleben der Beamten, damit zwischen den Mordfällen irgend etwas Interessanteres geschieht als Akteneinsichten und Gerangel um Zuständigkeiten.

Bei ZODIAC basierte all das auf wahren Begebenheiten und nur dieses Wissen hielt mich wach. Sowas muss ich aber wirklich nicht wieder und wieder in jedem Kriminalfilm gezeigt bekommen. „Drama is life with the dull bits cut out“, meinte Alfred Hitchcock einst. Soviel dazu.

Starwarsfilme (Krieg, wofür ist er gut?)

Gestern führte der erste „Rogue One: A Star Wars Story“-Trailer zu einem Tsunami aus Tweets, „reagiert auf“-Videoclips und Forendiskussionen. Auch ich konnte mein Wasser nicht halten; twitterte sogleich:

„A Star Wars Story“? Fuck off! Was wir [nicht!] brauchen ist ein Kriegsfilm im Weltall bzw. noch mehr davon. Bitte als Nächstes ein HURTLOCKER-Quasiremake, dankesehr!

„Stormtroopers don’t surf!“

Oder wie wäre es, wenn [zur Abwechslung mal] sprechende Katzen glaubwürdige Konsequenzen hätten? *saugt den Spaß aus dem Pettersson&Findus-Franchise* [Oder wie wäre es mit] „Die Großeltern der Maus. Eine Grüffelo-Geschichte“

[Und] apropos Nebenschauplatz: Starke Frauen™ dürfen mit den abgeliebten Legosets ihrer Väter spielen, jetzt wo die im Pflegeheim sind. Female Empowerment durch Bigbudget-Cosplay.

EASYRIDER, aber diesmal mit Motorradfahrerinnen / TOPGUN, aber diesmal mit Navypilotinnen / STANDBYME, aber diesmal mit Mädchen. #geldregen

Nächtliche Notizen füllten dann doch eine (nun kreuzundquer beschriebene) A4-Seite. Insgesamt also mehr als genug Stoff für einen Blogpost. Nun denn…

Ein Wegwerfsatz des Lauftextes zu Beginn der „Episode 4“ ist offenbar der Aufhänger für „Rogue One“: Die Todessternpläne werden gestohlen werden, wir wissen nur noch nicht, wie der Diebstahl geplant und durchgeführt worden sein wird. Der Spannungsbogen ist allzu künstlich, denn wir wissen ja, wer gewinnt.

Am Spannendsten wird wohl die Jagd nach Unstimmigkeiten und Ostereiern.

Von dieser Logik des vermeintlichen Erzähltwerdenmüssens ausgehend hat nun leider jede in den Originalfilmen erwähnte Begebenheit und sogar jede der Kreaturen in der MosEisley-Spelunke das Potential, auf Spielfilmlänge aufgebauscht zu werden.

Ich meine… Genausogut wäre es möglich, die Figuren im Neuen Testament in vollwertige Charaktere zu verwandeln. Jeder Apostel bekäme ein Prequel und die Korinther eine Spinoffserie. Wozu soll das gut sein? Die Botschaft wird dadurch jedenfalls nicht klarer.

tl;dr: Archetypen und Tropes benötigen keine etablierende 3-Akt-Struktur!

(Einspruch hier: Starwars- oder Marvelfilme sind keine religiösen Schriften, der Vergleich hinkt also. Doch er bot sich an, denn für Sommer 2018 ist ein Lazarus-Film geplant. [citation needed] Followerpower: Sind die Ewokfilme apokryph?)

Insgesamt wird die Dramaturgie geknebelt von Querverweisen und Bekanntem. Noch dazu von ausgedachtem Bekannten. Im ‚echten‘ Kriegsfilm oder Historiendrama ist stets auch ein Lerneffekt eingepreist. Im expandierten SW-Universum sind sämtliche Fakten nutzlos und austauschbar und sollen Merchandisekäufe generieren.

„Rogue One“ wäre bis vor etwa zwölf Jahren maximal als Textdatei oder Lowestbudget-Freizeitprojekt im Internet aufgetaucht. Nun ist die Nerdkultur in der Mitte der Gesellschaft angekommen, alle wollen mitreden und der Goldrausch ist in vollem Gange, die Geldkühe haben pralle Euter, die Geldquellen sprudeln usw. – letzteres Quellwasser kommt übrigens unter anderem durch den Reaktionen-Tsunami zustande, den auch noch der aussageloseste Teasertrailer oder Blogartikel auslöst.

*blickt vielsagend in die Kamera*

Nicht zuletzt kombinieren die neuen Starwarsfilme offensichtlich geldregen-klimpernlassende Frauenpower mit geldregen-klimpernlassendem Kriegsfilmanteil.

Egal, wie gutgemacht Starwarsfilme sind oder wie gendergerecht: es bleiben Kriegsfilme und sie propagieren Gewalt als Lösung. Erschwerend kommt hinzu, dass zu ihrem Selbstverständnis planetenweiter Massenmord gehört und dies alles auf Coolness und sogenannte ’stunning visuals‘ hin inszeniert ist.

Weltraumweiter Krieg ist im Titel des Franchises, okay. Aber das sollte eher ein Zeichen dafür sein, solch ein Franchise im Jahre 2016 fallen zu lassen – oder es doch wenigstens in eine zukunftsgewandtere Sciencefantasy zu verwandeln: Der Wiederaufbau nach einem Sternenkrieg ist als Handlungsbogen konzeptuell weitaus innovativer als das am Ende des Tages immergleiche Statistenschmeißen und Weltenzertrümmern.

Der Look des „Rogue One“ ähnelt allem Dagewesenen. Es ist ein erdfarbenes Ballerspiel und sowas deprimiert mich. Vermutlich haben die vergangenen Starwarsfilme und Egoshooter alle erdenkbaren Szenarien aufgebraucht und jetzt werden deren Sets recycled/zitiert.

Und: Will ich denn nach einem Tag voller Nachrichten über IS-Truppen und pöbelnde Lokalpatriotisten auch noch im Kino sehen, wie geschundene Körper durch die Luft wirbeln und Gewalt als Lösung propagiert wird? Will ich einen Film sehen, der auf mich wirkt, wie einem Schulfreund beim Konsolespielen zuzuschauen?

Der „Rogue One“-Trailer erinnerte mich beispielsweise auch an Bildergalerien über israelische Soldatinnen. Klar sind die tough und jungdynamisch und das alles, aber sie schießen auf Menschen. Keine Ahnung, wieso die kollektive Menschheit sowas unbedingt im Kino sehen möchte. Wollen wir wirklich „Frauen, die ihren Mann stehen“? Sollten unsere Töchter solche Vorbilder haben? Wenn ja, warum also feiert niemand in Blogpostlänge die Soldatinnen aus „Starship Troopers“ als Heldinnen ihrer Kindheit?

(Einspruch hier: Die Heldinnen der Starwarsfilme kämpfen selbstredend alle für die gute Sache. Sie schneiden keine Ohren ab und brennen keine Dörfer nieder. Sie sind moralisch rein. Und schnippisch.)

Insgesamt wäre es übrigens trotz allem spannend, wenn die „Star Wars Stories“ sich tonal vollkommen voneinander unterschieden: Ich möchte EliRoth-Schlock über die ‚Befriedung‘ eines Waldplaneten, eine Teenieklamotte über bongrauchende Jedischüler_innen, ein Dokudrama über den imperialen Büroalltag…

Oder aber nichts von alledem und stattdessen ermunternde, hoffnungspendende Zukunftsvisionen. Es wäre jetzt eigentlich so langsam an der Zeit, unsere Einberufungsbefehle bzw. vorbestellten Tickets zu verbrennen.

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für weiteres Lesen:
Redlettermedia: Top Ten Things YOU Didn’t Know About Darth Vader’s Suit! (EXTREME CLICKBAIT)
„Weltenbau-Wissen: Implodiert die Welt von Harry Potter, weil sie zu groß wird?“ (via realvirtuality)

Hier geht es um Filme, Bücher und dergleichen.