9 Feb 2007, 4:48pm
Buch Film
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Rundumschlag: Filme und Bücher

In den letzten Wochen und Monaten ist meine größtenteils imaginäre to-write-Liste für Willscheck und -short dermaßen angewachsen, dass ich hier und heute alles rauslasse, ohne Rücksicht auf Reihenfolge und Genre.

— — Filme:

"Cartoon All-Stars To The Rescue!" (Milton Gray / Marsh Lamore, 1990)
Ein typisch us-amerikanisches Aufklärungsvideo, das an Kids und Teens gerichtet ist und denen in allerlei schrecklichen Farben schildert, was aus Kindern wird, die ihr Heil in der Drogensucht suchen, statt nüchtern am System zugrunde zu gehen. Mit einem Vorwort von George Bush sr. und seiner Frau Barbara.

"Charly" (Ralph Nelson, 1968)
Ein Science-Fiction-Drama, das ich wirklich nur empfehlen kann. Und mit Science-Fiction meine ich nicht Raumschlachten, sondern einen fiktionalen Durchbruch in der Hirnforschung.

"Gegen die Wand" (Fatih Akin, 2004)
Noch ein empfehlenswertes Drama voller beeindruckender Bilder und DarstellerInnen. Diesmal ein deutsches.

"Der Felsen" (Dominik Graf, 2002)
Ich weiß nicht genau, was mich an den Filmen von Dominik Graf genau beeindruckt, doch sie beeindrucken mich gewaltig. Muss wohl an seinem Regiestil liegen. Denn in seinen Filmen wirken selbst bekannte deutsche Schauspieler wie normale Menschen und nicht wie bekannte deutsche Schauspieler. Außerdem mag ich, wie Graf Sexszenen inszeniert: Als würdevollen Teil des Lebens der Menschen, von denen seine Filme handeln.

"Straßen in Flammen" / "Streets of Fire" (Walter Hill, 1984)
Du meine Güte, dieser Schrott soll von Walter Hill sein? Unfassbar! Das einzig bemerkenswerte in diesem C-Film ist Willem Defoes Lackhose.

"Johnny Handsome" (Walter Hill, 1989)
Dieser Walter-Hill-Film hingegen ist wenigstens nur langweilig und nicht auch laut und blöde wie Straßen in Flammen.

"Lana – Königin der Amazonen" (Cyl Farney / Géza von Cziffra, 1964)
Deutscher Abenteuerfilm aus den Sechzigern; nur echt mit rassistischen und anderen Klischees über Dschungel und Dschungelvölker. Heutzutage machen die solche Filme ja gar nicht mehr.

"Kampfansage – Der letzte Schüler" (Johannes Jaeger, 2005)
Dieser stark an Robin Hood angelehnte deutsche Kampfkunstfilm fällt vor allem durch Pseudo-Coolness, unterirdische Schauspielkunst und durchwachsene Digitaleffekte auf. Die Kämpfe hingegen sind ziemlich gut.

"The ‘Star Wars’ Holiday Special" (Steve Binder, 1978)
Schlimm. Richtig schlimm. Jedenfalls die erste Hälfte. Ob ich wohl jemals genug Muße aufbringe für die zweite Hälfte dieser Peinlichkeit? Das Beste an diesem Film ist, dass ich nun weiß, woher das von Unkle verwendete Sprachsample ‘You are alone? Maybe I can help You?’ stammt.

— — Bücher:

"Blutmusik" / "Blood Music" (Greg Bear, 1985)
Das beste, was dem Subgenre der Blob-Fiktion passieren kann. Denn Bear beweist, dass es nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn ein Großteil der Menschheit zu einem kollektiven Organismus verschmilzt.

"Das Photonenraumschiff" / ??? (Dimiter Peew, 1964)
Lesern, die ihre Sci-Fi-Romane gern strikt und überraschungslos haben, kann ich das Photonenraumschiff nur empfehlen. Denn der bulgarische Autor berichtet von einer Reise durchs All, die der Besatzung trotz scheinbar unabwendbarer Todesgefahren gelingt, weil alle zusammenarbeiten.

"Das Kastell" / "The Keep" (F. Paul Wilson, 1981)
Der Storyansatz erfüllt eigentlich alle Voraussetzungen für interessanten Lesestoff: Nazisoldaten, die ihre Basis im titelgebenden rumänischen Kastell eingerichtet haben, werden Mann für Mann von einer dunklen Macht abgeschlachtet, während Irgendwer nach Irgendwo unterwegs ist. Keine Ahnung, was dann passiert. Denn die Geschichte zieht und zieht sich und das Buch ist recht eintönig geschrieben (bzw. übersetzt) und darum habe ich’s auch nicht weitergelesen.