Schnitter, Helmut (1984)
"»… also nötlich ist auch das Schwert« – Streifzüge durch die deutsche Militärgeschichte"
Für Schnitter gibt es zwei Arten von Kriegen. Den verachtenswerten Angriffskrieg der Könige und Menschenfeinde; und den ehrenhaften Verteidigungskampf der Arbeiterklasse, dessen Truppen letzten Endes dank des Wissens um ‘die gemeinsame Sache’ immer obsiegen.
Leider ‘versäumt’ der Autor es, auf die Zeiträume zwischen Aufständen und Kriegen einzugehen. Aus seinem Buch geht nicht hervor, woran es liegt, dass bewaffneter Widerstand oft in Schreckensherrschaft umschlägt.
Schnitter lobt den die DDR vom imperialen Westen trennenden Schutzwall, doch er verschweigt die Mauertoten. Er spricht vom Endkampf um Berlin, unterlässt aber die Hinweise auf Vergeltungstaten der siegermächtigen Soldaten.
Wohl, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Oder auch: Weil nicht war, was nicht geschrieben steht. – [Inhaltsverzeichnis]
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Erschienen ist Schnitters Werk übrigens in der Buchreihe nl konkret, mit der auch andere offensichtlich einseitige Darstellungen diverser Sachverhältnisse ins DDR-Bewusstsein gepumpt worden. Jedenfalls könnte man das annehmen, denn diese Sachbuchreihe ist der Hans Dampf aller Ost-Flohmarkt-Bücherkartons.