17 Jan 2006, 3:17pm
Sachbuch (S-Z)
unkommentiert

Uske, Hans (1995)
"Das Fest der Faulenzer. Die öffentliche Entsorgung der Arbeitslosigkeit"

Nicht nur Norbert Blüm kommt extrem schlecht weg in diesem sehr lesenswerten Buch über Arbeitslose und ihre Inquisitoren.

    Inhalt:

  1. Einleitung

  2. Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik

    • Die Ausnahme und die Regel – Kapitalismus und Massenarbeitslosigkeit

    • Das kalkulierbare Risiko – Strukturmerkmale der Massenarbeitslosigkeit als Hintergründe für den Gewöhnungsprozess

    • Kein Grund zur Sorge – Der gezähmte Arbeitslose und das Ende der politischen Befürchtung

    • "Keiner schiebt uns weg…" – Massenarbeitslosigkeit als Motiv sozialer Bewegung

  3. Der Massenarbeitslosigkeits-Diskurs in der Bundesrepublik

    • Der unechte Arbeitslose

    • Drückeberger, Schmarotzer, Arbeitsunwillige

    • Die Grundlagen der Drückebergerideologie

    • Elemente des Drückebergerdiskurses

    • Der Einzelfall als Beweismittel

    • Der fiktive Test

    • Der ordentliche Arbeiter als Maßstab zur Beurteilung der Drückebergerei

    • Die Schwierigkeiten der SPD als Regierungspartei mit dem Drückebergervorwurf

    • Raffinierte Aussteiger – Die Drückeberger des Norbert Blüm

    • Kollektivsymbolik im Drückebergerdiskurs

    • Das soziale Netz

    • "Hoch zu Ross" – Die Konstruktion eines Pragma-Symbols

    • Der Drückeberger als Dunkelmann und Krimineller

    • "Ich suche Arbeit jeder Art!" – Wie sieht ein Arbeitsloser aus? Die Kontextabhängigkeit von Kollektivsymbolen

    • Die unbrauchbare Arbeitskraft als unechter Arbeitsloser

    • Die ideologischen Grundlagen der Verwandlung unbrauchbarer Arbeitskraft in unechte Arbeitslose

    • Der segmentierte Arbeitsmarkt und die Problemgruppenideologie

    • Die Qualifikationsideologie

    • Beispiele der Konstruktion des unechten Arbeitslosen aus den Erfordernissen des Arbeitsmarktes

    • Die moralische Aussonderung bestimmter Arbeitslosengruppen als unechte Arbeitslose

    • Der Ausländer als unechter Arbeitsloser

    • Rückkehrförderung – "Ausländer raus" als heile Welt

    • Die Frau als unechte Arbeitslose

    • Die Not der Arbeitslosen als Maßstab für das Ausmaß der unechten Arbeitslosigkeit

    • Die Gruppenaufzählung "unechter Arbeitsloser"

    • Der echte Arbeitslose als Argumentationsfigur im Diskurs um "unechte Arbeitslosigkeit"

  4. Arbeitnehmer und Gewerkschaften als Schuldige an der Arbeitslosigkeit

    • Das Kostenargument: Mit Billiglohn zur Vollbeschäftigung

    • Das Konkurrenzargument: Der Abbau von Arbeitnehmerrechten als Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

    • Das Freiheitsargument: Modernität contra Verstaubtheit

    • Die Dämonisierung gewerkschaftlicher Politik

    • Das Ideal der anständigen Gewerkschaft

    • Die Spaltung der Gewerkschaft in Gut und Böse

    • Das Lob auf den braven, anständigen Arbeiter

    • Der Funktionär und seine Eigenschaften

    • Die Agitation gegen den Streik um die 35-Stunden-Woche

    • Der Streik als Gefahr für den Aufschwung

    • Ein Streik gegen Arbeitslose, Rentner und sozial Schwache

    • Da schmunzelt der Japaner – Das Ausland als Beweismittel gegen Forderungen der Gewerkschaft

  5. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit unter der konservativ-liberalen Regierung und die Schwierigkeiten der Aufschwungrhetorik

    • Der gedehnte Aufschwung

    • Die Erblast

    • Optimismus, Mut und Zuversicht

    • Der geborgte Sachverstand

    • Die Vergleichsrhetorik

    • Die Vergleichszahl

    • Das Herausstellen von Strukturmerkmalen

    • Der Problemgruppenbeweis

    • Der Vergleich mit der Prognose

  6. Schlussfolgerungen – Tendenzen des Massenarbeitslosigkeits-Diskurses

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