Was mich an DDR-Sachbüchern stört
… ist, dass deren Autoren(kollektive) erschreckend oft zu Beispielen und Wörtern gegriffen haben, die heutigen Lesern (wie mir) den Zugang zu diesen Werken erschweren.
Durch die massiv zum Einsatz kommenden DDR-Begrifflichkeiten – z.B. Planerfüllung, Zentralkomitee und Vertrauensleutevollversammlung – liefern die Bücher zwar Anschauungsmaterial zu Bildung und Alltag in der Ostzone; sie sind aber, so richtig die in ihnen aufgezeigtenFakten auch sein mögen, als in Schulen zum Einsatz kommende Lehrmittel ungeeignet.
Das ist schade und Glücksfall zugleich. Denn dieser Wortwahl ist es zu verdanken, dass Werke wie "Sprachkommunikation" (1975, Verlag Die Wirtschaft Berlin) oder "Die deutsche Sprache" (1954, Fachbuchverlag Leipzig) in Dresdner Antiquariaten und Trödelläden im Idealfall für eine Handvoll Zehn-Cent-Stücke zu haben sind.
Sie mögen aus der Mode sein – zum Hausgebrauch taugen sie immer noch.